Brust-OP?

Brustkrebsvorsorge und andere Themen, die die Gesundheit der Brüste betreffen.

Re: Brust-OP ?

Beitragvon Magdalena » 17 März 2013, 19:31

nähfee hat geschrieben:Magdalena, ich finde du gehst hier relativ unsensibel mit dem Thema um.
Bestärkt mich darin, dass dieses Forum (noch?) nicht bereit für offenen Umgang mit sowas ist.
Denn wenn hier sowieso gleich die Psycho-Keule geschwungen wird und gar kein Versuch gemacht wird, die andere Seite zu verstehen, ist eine Diskussion mMn auch müßig.


Also noch mal: es ist ein jämmeliches Totschlagargument, jemandem mit einer anderen Meinung zu unterstellen, er will die Diskussion ersticken und will niemanden verstehen. Wer sowas behauptet sollte es auch belegen können: also wo genau steht, dass ich die andere Seite nicht verstehe? Hm?

Oder denkst Du, wenn ich Deine Meinung nicht teile, dann kann es doch nur daran liegen, dass ich Dich nicht verstehen will?

vielleicht ist es einfach nur so, dass ich Dich verstehe und zum Schluss gelangt bin, dass ich es völlig anders sehe? vielleicht denke ich, Du liegst falsch?

Das muss man schon aushalten können, in einer Diskussion, dass Leute verschiedener Meinung sind und dass es nicht gleich am "nicht verstehen wollen" liegt.

Wenn das Eure Argumentationsart ist, dann stimmt es: auf dieser Basis ist das Forum für eine sachliche Diskussion nicht bereit. Eine Pseudodiskussion ist nur so lange genehm, wie die geäusserte Meinung allen angenehm ist und ein schwammiges sowohl-als-auch hinterlässt, mit dem jede zufrieden sein kann. Das ist leider bei diesem Thema nicht zu erwarten.

Ich habe da nun mal eine differenzierte und wohl begründete schlüssige Meinung, das heisst nicht dass ich Frauen nicht verstehe, die recht unauffällige gesunde Brüste operieren wollen - ich finde es aber sachlich falsch und sehe das Problem woanders.

Und ganz ehrlich: eine gesunde mittelgrosse Brust ist einfach keine Krankheit! Und man darf bei allem Verständnis für die Betroffenen auch äussern, dass man das Problem differenzierter sieht als blosses "wenn Du meinst" und die Lösung woanders anvisiert, als im amputieren gesunder Organe.

Wer da gleich Psychoscheine und Empörung schreit, hat einfach die Beiträge nicht verstanden oder will sich nicht sachlich mit dem Thema ausseinandersetzen, sondern ein: "egal, hautpsache Du fühlst dich hier wohl!" hören.

Das ist schade, aber dann ist das Forum wirklich nicht für eine Disussion dieses Themas bereit und das Thema sollte warten, bis die Beteiligten so weit sind, einen nüchternen Blick aufbringen zu können. Also, wenn Ihr bereit seid, sachlich zu diskutieren ohne Eurem Gegenüber gleich Dinge zu unterstellen, wenn es nicht eure Meinung nachbetet, meldet Euch mal.
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Re: Brust-OP?

Beitragvon nähfee » 17 März 2013, 19:45

Es geht mir nicht um deinen Standpunkt, du darfst natürlich denken was du magst und ich möchte niemanden bekehren.
Du hältst meine Einstellung für falsch, ich halte deine Einstellung für falsch. Ist unser gutes Recht.

Jedoch empfinde ich die momentane Gesprächsebene einfach unsachlich und unsensibel, weshalb sich für mich kein weiterer Sinn ergibt, an der Diskussion so wie sie derzeit geführt wird teilzunehmen.

lg nähfee
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Re: Brust-OP?

Beitragvon Liritha » 17 März 2013, 20:05

@ headology
Ich stimme (soweit ich das lese) mit dir überein. Ich finde, genau wie du es auch beschrieben hast, dass mehr Faktoren dazukommen. Da passt das mit Körperbau/Muskelmasse etc. auch dazu. Mich hat nur die oft einseitige Sichtweise daran gestört.
Ich glaube, ich habe sogar in meinener Erstberatung (oder irgendeinem anderen sehr frühen Beitrag) erwähnt, dass ich zu den 'Sensibelchen' gehöre, weil ich durch meine marode Haltung (Skoliose und Veranlagung ...) selbst bei meinem kleinen Brustgewicht, bei unpassenden BHs Rückenschmerzen bekam (unpassender BH ist schlimmer als ohne, das geht bei mir in TL nämlich sehr gut). Und Neckholder ist ganz problematisch. Somit bin ich quasi dein Gegenteil ;)
Das Phänomän mit abgeschnittenden Haaren kenne ich.
Und 10 Jahre sind zwar wirklich nicht so wenig, aber alles ist relativ. Wenn man sich mit 20 wegen Rückenschmerzen die Brüste verkleinern lässt (wie gravierend auch immer) und alle anderen möglichen Auslöser nicht in Erwägung zieht, kommen die Schmerzen möglicherweise mit 30 wieder zurück. 30 ist aber noch echt jung.
(wiederholend, damit mir da niemand was unterstellen kann: Es steht mir nicht zu irgendwie darüber zu urteilen, weil ich die Umstände anderer Personen nicht einschätzen kann. Ich fände es nur schade, egal ob mit/ohne OP, dass Leute Schmerzen haben, die nicht unausweichbar sind, nur weil sie gar nie auf die Idee kämen, das Problem multifaktoriell zu sehen. Über Langzeitfolgen trau ich mich selbstverständlich auch nichts zu sagen.)
Ich glaub, wenn ich jetzt weiterschreibe, trete ich nur in irgendein Fettnäpfchen, weil ich zu ungeschickt bin, mich auszudrücken... bin mir auch nicht sicher, ob der obige Text verständlich ist *verlegen*



Das mit den Schulterknochen beschreibe ich später. Ich muss noch los!

lg
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Re: Brust-OP ?

Beitragvon headology » 18 März 2013, 00:57

Magdalena hat geschrieben:
nähfee hat geschrieben:Magdalena, ich finde du gehst hier relativ unsensibel mit dem Thema um.
Bestärkt mich darin, dass dieses Forum (noch?) nicht bereit für offenen Umgang mit sowas ist.
Denn wenn hier sowieso gleich die Psycho-Keule geschwungen wird und gar kein Versuch gemacht wird, die andere Seite zu verstehen, ist eine Diskussion mMn auch müßig.

Also noch mal: es ist ein jämmeliches Totschlagargument, jemandem mit einer anderen Meinung zu unterstellen, er will die Diskussion ersticken und will niemanden verstehen. Wer sowas behauptet sollte es auch belegen können: also wo genau steht, dass ich die andere Seite nicht verstehe? Hm?


Anscheinend ist es nicht für alle gleichermaßen offensichtlich, daher buchstabiere ich es noch mal aus:
Es geht nicht nur darum 'was' gesagt wird, sondern vor allem 'wie' es gesagt wird. Formulierungen wie "Selbstverstümmelung", "Amputation", die ganze daranhängende Pathologisierung eines OP-Wunsches und auch eine Wortwahl wie "jämmerliches Totschlagargument" ist alles andere als sachlich. Und auch so ein einfaches angehängtes "Hm?" kann schon ganz ordentlich Aggressivität versprühen. Entsprechend verständnislos bin ich auch, was deine Unterstellung angeht, du würdest jetzt aufgrund deiner sachlich untermauerten und differenzierten (sic!) Argumentation von nähfee unzuläßig angefeindet.

Auf einer inhatlichen Ebene sehe ich auch nicht, wo nun genau deine Argumente liegen außer in einem Normalitätsbegriff, den ich deutlich schwammiger finde, als eine Diskussion die nicht auf einen Konsens zielt, aber berücksichtigt, daß das Thema für viele - offensichtlich auch dich - emotional aufgeladen ist. Unauffällig, gesund, mittelgroß... Naja, was heißt das schon? In der Wäschebranche gilt ein F-Cup schon als "Übergröße". Ist eine F-Brust dann auffällig? Anormal? Oder 'nur' mittelgroß? Das liegt doch nun quasi vollständig im Auge der Betrachterin. Und, soweit auch der Tenor der anderen Beiträge, inwiefern etwas belastend ist, hat etwas mit dem jeweils konkreten Fall zu tun. Aber genau von dieser Konkretion, die die Grundlage für Differenziertheit wäre, kann ich in deinen Postings wenig erkennen. Also ja, allgemein gesprochen sind wir uns vermutlich alle einig: Man sollte schon gute Gründe haben, sich einem so drastischen Eingriff zu unterziehen. Die spannende Frage, nämlich was man für gute Gründe hält, schließt daran überhaupt erst an. Und das war der Ausgangspunkt der Diskussion.

In diesem Sinne würde ich doch alle Teilnehmerinnen der Diskussion - auch der weiteren - dringend bitten von normativ aufgeladenen, verletzenden, unsensiblen Formulierungen abzusehen und sich auf unsere Richtlinie von Toleranz und gegenseitigem Respekt einzulassen. Wer gute Argumente vorzubringen hat, möge das bitte sachlich tun.

In diesem Sinne, gute Nacht.
head

(Hinweis: Das war gerade ein Beitrag in meiner Funktion als "Hüterin der Netiquette und des BF-Burgfriedens" aka Moderatorin. Danke für eure Aufmerksamkeit.)
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Re: Brust-OP ?

Beitragvon Magdalena » 18 März 2013, 10:09

headology hat geschrieben:Anscheinend ist es nicht für alle gleichermaßen offensichtlich, daher buchstabiere ich es noch mal aus:
Es geht nicht nur darum 'was' gesagt wird, sondern vor allem 'wie' es gesagt wird. Formulierungen wie "Selbstverstümmelung", "Amputation", die ganze daranhängende Pathologisierung eines OP-Wunsches


Head, ich buchstabiere es auch gerne für Dich noch einmal, scheint nötig zu sein (wo wir bei unterschwelliger Aggression wären - die darf offenbar auch nur von manchen geäussert werden, was?):

in diesem Fall sind Formulierungen wie "hat was von Selbstverstümmelung zu tun" (ich schrieb nie dass es Selbstverstümmelung ist, wenn wir gerade bei Differenziertheit sind, bemühe Dich bitte welche beizubehalten) und "Amputation" sachlich beschriebend für einen durchaus pathologischen Wunsch, ein gesundes Körperteil kleinzuschneiden.

Dieser Wunsch muss nicht erst patholgisiert werden, 75D ist keine Krankheit, zwanghafter Wunsch diese operativ loszuwerden ist nicht mehr gesund.

Die Wortwahl ist unerlässlich, um das verdecken dieser Tatsache unter 1000 Verständnisbekundungen zu verhindern.

Manchmal sind deutliche Worte nötig um drastische Dinge, wie den dringenden Wunsch eine 75D-Brust kleiner zu operieren, zu beschreiben.

Ich sehe also, Du wirfst mir das "wie" vor, und meinst doch nur das was gesagt wurde, die Meinung gefällt dir nicht und du findest sie halt kein Recht hier geäussert und diskutiert zu werden. Das nennen von Sachverhalten mit einem nüchternen, zutreffendem Begriff missfällt dir. Und offensichtlich einigen anderen. Nun - wenn das allgemeine Forumswohlbefinden zwingend erfordert, dass man alles toll findet und die Dinge nicht beim Namen nennen darf, ist das Forum nicht reif für sachliche Disikussionen.

Da kannst Du noch so oft unterstellen, dass es Dir um das wie geht - ganz offensichtlich geht es dir darum, dass Du schlicht den Inhalt hier nicht hören möchtest.

Und genau deswegen schrieb ich: meldet Euch wenn eine Diskussion irgendwann gewünscht und das Bennenen der Sachverhalte beim Namen verkraftet wird. Und viel Spass so lange beim gegenseitgen Verständniss Äussern :-)

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Re: Brust-OP ?

Beitragvon Algieba » 18 März 2013, 10:20

Garfield83 hat geschrieben:Ich schliesse mich denen an, die zuerst einen gut passenden BH vorschlagen, ich denke, den meisten Frauen ist damit geholfen. Aber ich verstehe, dass man die Brüste trotzdem als massiv zu klein oder zu gross empfinden kann und wenn eine OP einen wirklich besser fühlen lässt, ist das auch ok. Es mangelt allerdings an Aufklärung und dem Wissen, wie man sich selber hilft und das ist schade.


Eigentlich wollte ich mir den Einstieg in die Debatte verkneifen, aber ich möchte an der Stelle vielleicht auch noch einen Aspekt einbringen, über den hier bisher noch gar nicht gesprochen wurde (oder es ist mir durchgerutscht), nämlich Straffungs-OPs.

Ich bekenne mich, hätte ich das Geld, eine Bruststraffung würde ich stante pede machen lassen. Mal unabhängig von der Größe, mit der ich mittlerweile durchaus leben kann - in der Tat auch dank der entsprechend verfügbaren Größen außer Landes - und der Kleidungsproblematik, mit der ich mich nach Kräften arrangiere. Im Laufe der Jahre hat aber nun mal die Schwerkraft ziemlich unschöne Dinge mit meiner Brust gemacht und auch mit der zu erhoffenden Migration, ich bezweifle, dass ich je im meinem Leben auch nur annähernd genug Brustfestigkeit erreichen kann, um irgendwann vielleicht auch mal halbwegs komfortabel ohne BH zu gehen. Mein Bindegewebe ist halt nicht das Beste (danke, lieber Genpool) und wird wohl auch mit zunehmendem Alter nicht besser werden. Sicher trägt ein passender BH in vieler Hinsicht zu meiner Lebensqualität bei, aber das Problem beginnt ja genau dann, wenn ich keinen mehr anhabe.

Und Gesellschaft hipp oder hopp, das Problem löst sich ja nicht dadurch, dass die Gesellschaft andere Werte hätte, auch wenn das durchaus nicht schaden kann (schon allein in Sachen Kleidungs-/Wäscheangebot). Weder wird die Brust dadurch in meinem Empfinden schöner, noch ändert sich etwas am Unkomfort ohne BH. Mal ganz zu schweigen davon - die empfindlicheren Gemüter mögen bitte kurz wegsehen, ich muss jetzt kurz etwas polemisch werden - wo bitte kommen wir denn hin, wenn die Entscheidung pro oder kontra OP nicht mehr vom persönlichen Leidensdruck, sondern von gesellschaftlichen Vorstellungen bestimmt wird?! Wenn man nicht gerade eine Rekonstruktionsplastik nach Brustkrebs hat machen lassen, wird man doch heute schon genauso oft für eine OP verurteilt wie für aus dem Durchschnittsrahmen fallende körperliche Erscheinung. Ich jedenfalls habe den Ausspruch "Die hat sich ja die Brüste machen lassen!" bisher erheblich öfter in despektierlichem Zusammenhang gehört als in einem, bei dem man den Mut, eine solche Entscheidung zu treffen, trotz Risiken, möglicher Nebenwirkungen und gesellschaftlicher Ansichten, mal anerkennt. Von der nicht wenig verbreiteten Ansicht, dass ab einer gewissen Körbchengröße grundsätzlich chirugische Maßnahmen unterstellt werden, mal gar nicht zu reden. Und diesen Standpunkt führe ich im Wesentlichen auf genau die Ansichten zurück, die du hier propagierst, Magdalena (und du darfst dich jetzt gerne angegriffen fühlen). Es ist nämlich schon schwer genug, sich dazu zu entscheiden, einen derart gravierenden Eingriff am eigenen Körper vornehmen zu lassen, ohne dass man sich dann "Selbstverstümmelung" oder "Amputation" (was im Übrigen aus meiner Sicht ein Totschlagargument wäre) vorwerfen lassen muss. Und ich frage mich dann schon, wieviele Frauen im Stillen sich haben operieren lassen, es aber aus genau diesem Grund nicht preisgeben.

Zusammenfassend gesagt: ich sehe es wie headology, natürlich sollte eine OP die Ultima ratio sein, aber an dem Punkt, an dem das, was der Einzelne als gute Gründe empfindet, die Gegenargumente persönlich überwiegt, sollte man eine Entscheidung pro OP nicht mehr verurteilen. Und meine persönlichen guten Gründe sind zum einen der persönliche Leidensdruck, zum anderen der Punkt, an dem sich das Problem auf einem anderen Weg nicht mehr (dauerhaft) beheben lässt.

So, und jetzt mach ich die Klappe zu, das war jetzt ausführlich genug.
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Re: Brust-OP ?

Beitragvon Seepferdchen » 18 März 2013, 10:27

Magdalena hat geschrieben: in diesem Fall sind Formulierungen wie "hat was von Selbstverstümmelung zu tun" (ich schrieb nie dass es Selbstverstümmelung ist, wenn wir gerade bei Differenziertheit sind, bemühe Dich bitte welche beizubehalten) und "Amputation" sachlich beschriebend für einen durchaus pathologischen Wunsch, ein gesundes Körperteil kleinzuschneiden.


Soweit mir bekannt ist, bezeichnet Amputation die Abtrennung eines Körperteils. Das ist bei den allermeisten Brustoperationen aber nicht der Fall. Brustvergrößerungen, Brustverkleinerungen, Bruststraffungen etc. sind ohne Frage schwere Eingriffe, aber sie dienen nicht der Entfernung, sondern der Modifikation. Die Frauen wollen ihre Brüste nicht loswerden, sondern verändern und in der Regel haben sowohl Patientin als auch Arzt ein großes Interesse daran, dass das Ergebnis nicht so aussieht, als würde ein Körperteil fehlen. Insofern sind Eingriffe dieser Art meiner Ansicht nach nicht mit tatsächlichen Amputationen vergleichbar. Der dahinter stehende Gedanke ist ein anderer und die Operationsmethoden ebenfalls. Dementsprechend finde ich den Begriff der Modifikation passender.
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Re: Brust-OP?

Beitragvon nyad » 18 März 2013, 12:45

und selbige Argumentation gilt für "selbstverstümmelung" etc:
Die Intention ist definitiv nicht sich Schmerzen hinzuzufügen oder dem eigenen Körper zu schaden.

Ich denke wenn man umfassend informiert ist kann man da eine gute Entscheidung treffen, und die kann je nach Sachlage sicher auch mal Pro-OP ausfallen.
Die Ärzte sind ja "Justitia"seidank verpflichtet, über alle Risiken und Nebenwirkungen aufzuklären.
wer sich die OP per Krankenkasse finanzieren möchte, bekommt sicherlich die Alternativen am deutlichsten aufgezeigt.
(Hier wäre es doch mal eine tolle Zusatzqualifikation, sich mit den Grundvorraussetzungen eines passenden BHs auszukennen)

Ich kann mir gut vorstellen das Selbstzahlerinnen vom Arzt etwas euphemistischer aufgeklärt werden. Ich glaube diese Frauen müssen sich viel gründlicher informieren, um ein wirklich gutes Bild ihrer Möglichkeiten zu erhalten.

Was ich schade finde ist, wenn vorher keine gründlichen Überlegungen angestellt wurden.
Wenn zum Beispiel eine Frau zwar findet das eine gehobene Brust unter der Kleidung schöner wäre, sie aber gar keine Probleme mit ihrer nackten ungeformten Brust hat (die sie ohnehin nicht Jedem zeigt), dann ist doch ein passender BH eine perfekte Lösung, die sie evtl. noch nicht kennt, da vllt der 2-3 UBBs zu weite BH als durchaus passend angesehen wird.
Dann eine Vergrößerung oder Straffung durchführen zu lassen, wäre ein viel zu hoher Preis für das was sie eigentlich wollte.

Der Preis der OP ist vorher nie genau bekannt (nicht nur in finanzieller Hinsicht);
es können Schmerzen, Narben, Verlust des Gefühls, Folgekomplikationen und natürlich "fachliche Fehler" aller Art auftreten, bis hin zum Tod auf dem OP-Tisch.
Das Alles muss aber nicht auftreten, es besteht eben nur ein (unterschiedlich hohes) Risiko dafür.
Diese Nebenwirkungen werden vermieden so gut die Ärzte es vermögen und man kann immerhin darauf hoffen nach ein paar unangenehmen Wochen das Schlimmste überstanden zu haben.

Wenn der Leidensdruck sehr groß ist, nimmt man dann all diese Risiken in Kauf.
Ich denke kein Außenstehender kann beurteilen wie sehr ein anderer Mensch leidet, dazu empfinden wir doch viel zu verschieden.
Wenn also unkomplizierte Hilfsmittel, wie zum Beispiel Ausgleichssport, passender BH, Polsterkissen, vorteilhafte Kleidungsschnitte, positive Selbstwahrnehmung stärken usw. nicht ausreichend funktionieren, kann man doch froh sein, das es die Möglichkeiten der Schönheits-OPs gibt.

Früher wären solche Menschen einfach ihr Leben lang unglücklich geblieben. Vielleicht sogar bis ins hohe Alter, wenn Andere längst nicht mehr über ihr Aussehen nachdenken, einfach weil die unzufriedenheit mit sich selbst sich so ungünstig auf den ganzen Lebensverlauf auswirken würde.
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Re: Brust-OP ?

Beitragvon headology » 18 März 2013, 13:20

Liebe Magdalena.

Ich gehe jetzt nicht weiter auf deine Antwort ein - ehrlich gesagt, weil ich einfach nicht sehe, wie ich es dir noch erklären soll und keine Lust habe, hier einen zweiseitigen Monolog zu führen. Du pickst dir nur raus, was du hören willst und die Differenz zwischen dem was du tatsächlich schreibst und deiner eigenen Interpretation des Geschriebenen kann ich nicht nachvollziehen. So funktioniert keine Kommunikation. Man redet einfach nur ständig aneinander vorbei. Zum Beispiel bist du die einzige, die die ganze Zeit von einer gefitteten 75D ausgeht. Nicht mal der erste Beitrag setzt diese als Ausgangspunkt. Vermutlich würde dir auch keiner in dem Punkt wiedersprechen, daß eine gefittete 75D eine Größe ist, die weder groß noch klein ist, sondern vermutlich ganz durchschnittlich als "80B" wahrgenommen wird.

Wie dem auch sei. Halte dich einfach an unsere Netiquette und gut is. Mehr will ich überhaupt nicht.
Wenn du das nicht hinbekommst, dann verzichte bitte auf Postings in den entsprechenden Diskussionsthreads.
So sind die Regeln des Forums. Es gibt genug andere Orte im Internet, die deinen "Standards von Sachlichkeit" mehr entgegen kommen.

Also bitte: Ende dieses Diskussionsstranges. Danke.
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Re: Brust-OP?

Beitragvon Neechen » 5 April 2013, 17:14

Hallo,

ich habe mir vor 3,5 Jahren die Brüste operativ verkleinern lassen. Damals war ich 19 Jahre alt und trug die europäische Größe 70H.

Ich hatte schon seit einigen Jahren Atteste, und konnte nicht an allen Schulsport-Aktionen (Dauerlauf) teilnehmen.
Ich habe wegen meinen Rückenschmerzen viele Ärzte konsultiert, bis endlich eine Sportärztin festgestellt hatte, was mein Problem war.

Nicht die Größe, sondern die Zusammensetzung der Brust (fast nur Drüsengewebe und kaum Fett) machte sie besonders schwer.
Ich habe Rückenmuskelaufbau-Training gemacht, habe aber von Natur aus einen schwachen Rücken, so dass es kaum etwas gebracht hat.

Da es auf dem Röntgen-Bild der Hals-/Brustwirbelsäule schon leichte Veränderungen erkennbar waren, die auf die zu schwere Brust zurück zu führen waren, habe ich mich für die OP entschieden.

Zwischen Entscheidung und OP lag aber noch mal ein ganzes Jahr, da die Brust mindestens ein Jahr nicht gewachsen sein darf, damit das Risiko eines "Wachstumsschubs" direkt nach der OP verringert werden kann.

Es wurden insgesamt 3kg Brustgewebe entfernt. Die Größe ein halbes Jahr nach OP war 70D. Die Krankenkasse hat letztendlich bezahlt, aber der Weg dahin war steinig.

Im Nachhinein bin ich sehr froh, diesen Schritt gegangen zu sein. Endlich kann ich wieder Sport treiben und habe keine Rückenschmerzen mehr. Ich habe es keinen Tag lang bereut, obwohl die OP auch negative Wirkungen hatte.

Ich würde zu diesem Schritt nur als allerletzte Option raten.

Ich habe insgesamt ca. 50cm Narben, die Wunde hat sich erst nach einem Monat komplett geschlossen, und ich habe kein bzw. kaum Berührungsempfinden mehr im einem großen Bereich um die Narbe herum.

Und die OP an sich ist auch nicht besonders appetitlich, ich war bei der OP einer anderen Dame live mit im OP (ich bin beruflich im medizinischen Bereich tätig).
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