Brustverkleinerung? (Diskussion)

Brustkrebsvorsorge und andere Themen, die die Gesundheit der Brüste betreffen.

Re: Brustverkleinerung?

Beitragvon Doreen83 » 6 August 2010, 09:06

Aqua hat geschrieben:Hey Doreen!

Ich freue mich sehr für dich. Da du eine der ersten im Forum bist, vielleicht kannst du weiter berichten, wie die Heilung verläuft und welche BHs du nun trägst/brauchst, das fände ich sehr interessant.

Ich wünsche dir jedenfalls schnelle Wundheilung *sonne*

Vielleicht kannst du auch etwas mehr über den Verlauf schreiben, ich bin sicher, dass es Frauen gibt, die diese Information gebrauchen könnten und vor der Entscheidung stehen.


also, dann möchte ich mal berichten, obwohl es ja wirklich vorher hier ein heißen und unverstandenes thema war.
vom kampf mit der krankenkasse bin ich, zum glück, weitestgehend verschont geblieben. trotzdem: nicht aufgeben und vor allem: auf körperliche beschwerden auslegen NICHT psyche. ich habe es zu 80% wegen körperlicher beschwerden gemacht. mich zu diesem schritt durchzuringen hat 5 jahre gedauert. man darf nie vergessen, dass es kein leichter eingriff ist und es IMMER zu komplikationen kommen kann. davon ist keiner ausgenommen. ich habe mich vorher sehr viel informiert: internet, arzt, broschüren. es ist sehr wichtig, immer mit jemanden darüber zu reden. allein würde ich so einen schritt nicht gehen. schon deswegen nicht, wenn der medizinische dienst "rumzickt". da braucht man seelische unterstützung.
bei mir hat es gerade mal 2 monate, von antragstellung bis bewilligung, gedauert. ich denke, man kann dies nicht pauschalisieren. entweder hat man "glück" oder nicht. ich habe beim 1. mal direkt eine ablehnung bekommen. das ist wahrscheinlich zu 99% so. ich habe danach einen 3 seitigen brief mit vielen argumenten für eine op geschrieben und wurde daraufhin noch einmal zu einem anderen mdk eingeladen. wahrscheinlich war ich denen symphatischer. keine ahnung. man sollte trotzdem immer an sich glauben und nicht verstellen. sowas merken die beim mdk. es werden oft fragen gestellt, die mit dem eigentlichen problem nichts zu tun haben. trotzdem alles brav beantworten und nicht wundern. es ist nun mal so. beim mdk arbeiten unabhängige gutachter mit allen krankenkassen zusammen. das darf man nicht mit einem arzt vergleichen, der sich darauf spezialisiert hat. und ganz wichtig ist immer, dass man sich auf seine körperlichen beschwerden bezieht. natürlich wird die krankenkasse überprüfen, was man gegen die beschwerden schon getan hat oder tut. einfach mal so einen antrag stellen und faul auf dem sofa sitzen bringt nix. ich konnte nachweisen, dass ich viel sport treibe und abgenommen habe. die krankenkasse wird keine op übernehmen, wenn man stark übergewichtig ist. also man muss sich da schon gedanken machen und der krankenkasse etwas entgegen kommen. ich habe von den ärzten im krankenhaus gehört, dass einige jahre kämpfen um eine op durch zu bekommen.
die op dauert ca. 3 - 4 stunden. es kommt immer auf die einzelperson an. jeder körper ist (zum glück) anders. ich wurde im krankenhaus wirklich gut beraten und habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt. nach der op ging es mir total gut, trotzdem es meine 1. op war. man darf nach der op auch auftsehen, aber nur mit krankenschwester.
damit das wundsekret ablaufen kann, bekommt man auf beiden seiten der brust einen schlauch eingelegt. dies passiert bereits während der op. am tag nach der op bekommt man auch den ersten strammen verband abgenommen. was für eine wohltat, sag ich euch. *daumenhoch* die schläuche bleiben ca. 2-3 tage drin. kommt immer darauf an, wie die heilung so verläuft. wenn die schläuche raus sind (das tat echt weh :cry: ) kann man sich auch viel besser bewegen und schon ein wenig auf der seite liegen. man darf natürlich auch ohne probleme rumlaufen. man sollte nur versuchen die arme unten zu lasen, damit kein großer bluterguss in der brust entsteht. schwer heben darf man auch nicht. aber das merkt man selbst, weil alles doch ziemlich spannt. die schmerzen sind wirklich erträglich. man hat oft ein spannungsgefühl im ganzen brustbereich und ab und zu zieht es mal an den narben, aber es ist wirklich erträglich. ich brauche keine schmerztabletten.
am 3. tag nach der op bekam ich netten besuch von einer dame aus einen orthopädieladen. sie hat mir einige BHs gezeigt und ich durfte sie auch anprobieren. die ersten 6 wochen muss man, in jedem fall, sport-bh´s tragen. die stützen und halten alles gut in form. man muss sie tag UND nacht tragen. ich habe 2 modelle von markenfirmen bekommen. ich verzichte auf "billigmodelle", da diese evtl. nicht gut stützen und somit das ergebnis beinträchtigen könnten.
im moment trage ich 85 C-D, da die brust noch geschwollen ist. laut arzt wird es, wenn alles verheilt ist, ein C-körbchen sein. vorher habe ich 36GG (80K-L) getragen. mir wurde insgesamt 1 kg entfernt.
ich bin wirklich froh, diesen schritt gegangen zu sein. ich bin ein neuer mensch, habe keine rücken-, schulter- und kopfschmerzen. ich freue mich wahnsinnig darauf, endlich sportarten zu machen die vorher nicht möglich waren, mich frei bewegen zu können... *daumenhoch*
aber, wie schon geschrieben, darf man NIE aus den augen verlieren, dass es sich wirklich um einen großen eingriff handelt und man narben hat. diese befinden sich waagerecht unter der brustwarze, sowie senkrecht unterhalb der brust und um die brustwarze. hier mal ein bild: http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.plastische-chirurgie-koblenz.de/assets/images/brustverkleinerung1.jpg&imgrefurl=http://www.plastische-chirurgie-koblenz.de/html/brustverkleinerung.html&usg=__BvR1ClF_7GHMMFRdMqNUPG69bA8=&h=267&w=270&sz=25&hl=de&start=3&itbs=1&tbnid=-iibNJmp9EgN_M:&tbnh=112&tbnw=113&prev=/images%3Fq%3Dbrustverkleinerung%26hl%3Dde%26gbv%3D2%26tbs%3Disch:1
die wundheilung läuft bis jetzt sehr gut und ich habe überall gefühl in der brust. oftmals haben patienten nach der op kein gefühl mehr in der brustwarze oder nur teilweise. oft kommt das gefühl wieder, wenn die schwellungen abklingen oder es bleibt so. evtl. kann man auch nicht mehr stillen. solche sachen muss man immer bedenken. aber ein vernünftiger arzt klärt einen darüber auf. deshalb ist ein gespräch mit einem spezialisten immer erforderlich, um wirklich alle informationen zu bekommen.
heute habe ich wieder einen kontrolltermin, ich denke die fäden werden auch bald raus kommen.
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Re: Brustverkleinerung?

Beitragvon mina » 6 August 2010, 13:09

danke für den ausführlichen bericht. ich hoffe, dass die weitere heilung genuaso gut verläuft *daumenhoch*
kannst du dann auch vorher/nachher fotos machen? ich meine natürlich im angezogenen zustand? würde es dir etwas aus machen auch maße von voerher und nachhaer als vergleich zu schreiben? wenn du das nicht willst, brauchst du das natürlich nicht ohne dich rechtfertigen zu müssen *freunde*
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Re: Brustverkleinerung?

Beitragvon Doreen83 » 6 August 2010, 15:12

also bilder kann ich im moment noch nicht einstellen, da ja alles noch geschwollen ist. das würde das ergebnis verfälschen ;-) ich habe im profil mal meine maße geändert. aber wie geschrieben, noch ist alles geschwollen. ich denke 1 - 2 cm werden es noch weniger. vorher hatte ich im bu bereich 117 cm im stehen. im liegen waren es, glaube ich, etwas über 120. im moment bin ich im bu bereich bei 111. also satte 6 cm weniger. :-O
bin natürlich gespannt, was für eine größe am ende raus kommt. die ollen größen-rechner im www kann man in die tonne kloppen. da kommt locker mal wieder irgendwas mit 95J raus. ich fass es nicht. man braucht sich doch nicht wundern, wenn soooo viele die falsche größe tragen.
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Re: Brustverkleinerung?

Beitragvon mina » 6 August 2010, 16:04

super, alles zu seiner zeit ;-)
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Re: Brustverkleinerung?

Beitragvon Schäfchen » 6 August 2010, 21:17

Hallo doreen! *sonne*

Danke für Deinen ausführlichen Bericht! Ich finde gut, dass Du so offen damit umgehst, gerade weil Du hier auf viele Menschen gestoßen bist, die den Körper "naturbelassen" mögen. Wenn es für Dich keine andere Wahl gegeben hat und Du damit besser leben kannst, war es jede Strapaze wert :D

Ich habe auch lange über eine Brustverkleienrung nachgedacht, obwohl meine Brüste wahrscheinlich kleiner sind als Deine. Im Moment lebe ich mit der richtigen Größe gut und habe keine beschwerden, aber wenn meine Brüste später irgendwann sehr stark hängen oder die Asymetrie sich noch stärker ausgeprägt werde ich nochmal darüber nachdenken.

ich wünsche Dir auf jeden Fall eine gute Wundheilung und würd mich auch über Galeriebilder freuen, wenn alles abgeheilt ist *bhfahne*
Liebe Grüße vom Schäfchen Bild

Das Schaefchen hat jetzt auch ein ä!
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Re: Brustverkleinerung?

Beitragvon Layla » 6 August 2010, 21:58

Doreen83 hat geschrieben:. ich habe 2 modelle von markenfirmen bekommen. ich verzichte auf "billigmodelle", da diese evtl. nicht gut stützen und somit das ergebnis beinträchtigen könnten.
im moment trage ich 85 C-D, da die brust noch geschwollen ist. laut arzt wird es, wenn alles verheilt ist, ein C-körbchen sein. vorher habe ich 36GG (80K-L) getragen. mir wurde insgesamt 1 kg entfernt.
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Es freut mich, dass du mit der OP zufrieden bist. Allerdings musste ich schon sehr lachen als ich die Größenangabe vom Arzt gelesen habe. Ganz sicher wirst Du eine andere Größe brauchen, da er nicht in der Lage ist die "richtige" Größe abzuschätzen. Warum solltest Du jetzt plötzlich ein "C"-Körbchen tragen :lol: . Sicher nicht mehr 36GG, aber das wird sicher noch 36F/FF sein.
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Re: Brustverkleinerung?

Beitragvon Doreen83 » 7 August 2010, 07:15

@lalyla: ich habe hier noch einen alten bh in 38FF liegen und der ist definitiv zu groß. der hatte vorher wirklich perfekt gepasst. das es nicht, wie der arzt meint C wird, ist mir schon klar. die haben ja auch nicht die erfahrung, was die bh-größen angeht. ich freue mich auf alle fälle darauf, wenn die schwellungen abgeklungen sind, neue BHs zu kaufen. *sonne* auf jeden fall passen blusen, t-shirts. etc, jetzt viel viel besser und mein rücken bedankt sich sehr, für die abnahme der last. *sonne*
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Re: Brustverkleinerung?

Beitragvon Layla » 7 August 2010, 08:42

Doreen83 hat geschrieben:@lalyla: ich habe hier noch einen alten bh in 38FF liegen und der ist definitiv zu groß. der hatte vorher wirklich perfekt gepasst. das es nicht, wie der arzt meint C wird, ist mir schon klar. die haben ja auch nicht die erfahrung, was die bh-größen angeht. ich freue mich auf alle fälle darauf, wenn die schwellungen abgeklungen sind, neue BHs zu kaufen. *sonne* auf jeden fall passen blusen, t-shirts. etc, jetzt viel viel besser und mein rücken bedankt sich sehr, für die abnahme der last. *sonne*

Naja, 38FF ist ja wie ein 36G/GG, daher meinte ich eher 36F/FF deinen momentanen Maßen nach zu Urteilen. Die Buchstaben sagen ja immer nur was aus in Kombination mit dem Unterbrustband ;) .
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Re: Brustverkleinerung?

Beitragvon Doreen83 » 7 August 2010, 09:41

mh, dass sind eigentlich die größen, die ich VOR der op getragen habe ;-) und die sind wirklich definitiv zu groß. mittlerweile hängt der busen ja auch nicht mehr, was vorher schon extrem der fall war, und er ist fest und nicht mehr weich. ;-) ich habe vorher 36GG getragen und mit denen kam ich super zurecht.
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Re: Brustverkleinerung?

Beitragvon Layla » 7 August 2010, 18:33

Doreen83 hat geschrieben:mh, dass sind eigentlich die größen, die ich VOR der op getragen habe ;-) und die sind wirklich definitiv zu groß. mittlerweile hängt der busen ja auch nicht mehr, was vorher schon extrem der fall war, und er ist fest und nicht mehr weich. ;-) ich habe vorher 36GG getragen und mit denen kam ich super zurecht.

Aber 36F ist immer noch deutlich kleiner als 36GG, nämlich genau 3 Körbchen. Und feste Brüste brauchen meist größere Körbchen als weiche, da sie nicht so komprimierbar sind.
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